Freitag, 27. April 2012

Rundreliefs – was bedeuten sie?

Es gibt ja durchaus auch versteckte Kleinode hier in der Stadt. Ein Haus (zwischen Sternstraße und Großer Berlin) hat im Bereich des Einganges diese beiden Reliefs.

Im ersten Bild trägt der (vom Betrachter aus gesehen) rechts stehende Knabe den – nein: nicht wie von mir auch zuerst gedacht einen Äskulapstab, denn der hat nur eine Schlange. Was der Knabe hält ist ein Hermesstab. Ohne die beiden Flügel taucht er auch als Merkurstab in der Heraldik auf. Die Zollverwaltung der DDR trug dieses Symbol für Wirtschaft und Handel u.a. in den Kragen- und Ärmelspiegeln der Uniformen.

In der zweiten Darstellung kniet der Knabe links und führt einen Pickel, eine Hacke.

Welche Bedeutung könnten diese beiden Verzierungen haben? Und wie werden diese runden (Stuck-?)Verzierungen mit etwa dreißig bis fünfzig Zetimeter Durchmesser genannt?

So schöne Kleingkeiten finde ich in der Stadt. Und da heißt es immer, Halle wäre häßlich …

© 2011 - Der Emil

Samstag, 29. Oktober 2011

Das Rätsel des Zwiebelturms

Am letzten Freitag des Oktober 2011 lief ich mit einer Bekannten mitten durch die Innenstadt. Beim BLick nach vorn oben sah ich ihn, diesen halbbajuwarischen Gockel:

Mitten in der Stadt. Eine solche blaue Zwiebelturm-Kuppel. Mit diesen Figuren drauf. Und einer Glocke darin. Wird die noch geläutet? Ist das ganze nur eine Fata Morgana?

Und was ist das für ein Gebäude?

 
Und da heißt es immer, Halle wäre häßlich …

© 2011 - Der Emil

Dienstag, 14. Juni 2011

Trotz Höhenangst

Am Pfingstmontag war ich zu Fuß trotz meiner Höhenangst auf einer Brücke unterwegs.


 
Auf der Schwanenbrücke
 


 
Sogar am Geländer – freihändig!

 
Boah. Ich bin stolz auf mich. wirklich.

 
Der ganze Artikel mit viel mehr Bildern ist hier zu finden …

 
Und da heißt es immer, Halle wäre häßlich …

© 2011 - Der Emil

Donnerstag, 5. Mai 2011

Meine Kameras (Übersicht)

Ein Beitrag zu Follygirls «Foto am Donnerstag - 52 -». Damit ist die Aktion zunächst auf Pause gestellt …

Ich hatte es versprochen, also zeige ich heute meine Kameras. Eine allerdings fehlt.

Die genauen Beschreibungen kann ich entweder später nachliefern, oder aber ihr benutzt zum Beipiel diese Suchmaschine.

Die ersten Kameras
 

    Die Kameras im Einzelnen:
     
  1. Eine Revue 4, Kleinbild-Sucher-Kamera mit elektrischem Belichtungsmesser. Fiel mir in Hamm (Westf.) auf einem Flohmarkt zusammen mit der nicht gezeigten Kamera in die Hände. Ziemlich schwer. Sehr selten in Benutzung.
  2. Meine Pentax MZ-M. Die habe ich mir um 2000 herum gekauft, weil ich auch eine Kamera mit Motortransport haben wollte. Kleinbild-Speigelreflexkamera mit vollmanueller Einstellmöglichkeit. In Benutzung.
  3. Eine Flohmarkt-EXA I a, Kleinbild-Spiegelreflex von 1950/60 - ich habe keine Ahnung. Objektive werden mit dem EXA-Bajonett angeschlossen. Den hier sichtbaren Lichtschachtsucher kann ich gegen einen ebenfalls vorhandenen Prismensucher austauschen. In Benutzung, hauptsächlich mit dem Ilford XP2 Delta 400.
  4. Meine Sigma DP-2, eine Digitalkamera. Kein Zoom, dafür jeweils etwas mehr als 4 MPixel Sensor für Rot, Grün und Blau (Separat! Also 14 MPixel Sensor, aber die Bilder nur etwas über 4 MPixel). Fast ständig mit mir unterwegs, und die Digitalbilder liegen in einem Rohformat vor (RAW). Die Erwerbsgeschichte war sehr abenteuerlich, aber öffentlich kann ich die nicht erzählen.
  5. Die Braun SR 2000 PK, meine erste 1998 in Halle für unter 200 DM (mit manuellem Zoomobjektiv) neu gekaufte, vollmanuelle Kleinbild-Spiegelreflex. In Benutzung, allerdings nur noch mit verschiedenen Festbrennweiten (95 mm, 50 mm, 30 mm).
  6. Das Schätzchen. Beirax, meine Mittelformatkamera Baujahr 1952. Klappkamera mit Balgen und sogenanntem Brillantsucher, für Rollfilm mit 12 Aufnahmen. Die Negative sind 6 cm x 9 cm groß! In Benutzung v. a. bei Friedhofsaufnahmen. (Leider hab ich keinen funktionierenden Durchlichtscanner.)
  7. Die LOMO LC-A, eine in Leningrad gefertigte Kleinbildkamera, die mittlerweile Kultstatus hat. Meine habe ich am 10. Juni 1988 gekauft (in der DDR für X Mark der DDR). Für damalige Verhältnisse (meiner Meinung auch noch heute) hervorragende, einfache Technik, mit der ich einige meiner besten Bilder geschossen habe. In Benutzung.
  8. Die Praktica BCA electronic. Eine der ersten Kleinbild-Spiegelreflexkameras mit Belichtungsautomatik aus der DDR, die mir vor sieben Jahren geschenkt wurde, aber nicht mehr benutzt wird. An der kann nicht viel manuell eingestellt werden.
  9. Eine Praktica MTL-5 B. Im Prinzip die Standard-Spiegelreflexkamera der DDR, die ich mir vor vier Jahren mal auf einem Flohmarkt gekauft habe. Da die Objektive mit einem M42-Anschluß angeschraubt werden, ist die Kamera ziemlich vielseitig einsetzbar. Leider kaum noch in Benutzung.
     
    Und noch zwei
  10. Links liegt meine neueste Knipse, die ich mir als Schnellschußunterwegsteil mit gutem Zoom und sehr gutem Makro gekauft habe. Die Samsung ES28 mit 3000x4000 Bildpunkten.
  11. Und rechts liegt meine allererste selbstgekaufte Kamera, eine sowjetische Smena Symbol (Смена Симбол). Die habe ich mir 1979/80 von meinem Ferienarbeitslohn gekauft (glaube ich). Sie liegt nur noch aus nostalgischen Gründen in meinem Schrank.

In Benutzung heißt, daß ich die Kamera mehr als dreimal jährlich zum Photographieren hernehme. Einmal pro Jahr heißt, selten oder sehr selten damit zu arbeiten.

Und all diese kann ich benutzen, um die schönen Seiten von Halle (Saale) abzubilden …

© 2011 - Der Emil

Donnerstag, 28. April 2011

Die Tiere

Ein Beitrag zu Follygirls «Foto am Donnerstag - 51 -».

Zwei Tiere, die ich am vergangenen Sonnabend gesehen habe. Es war noch einer der heißen Tage. Nachmittags gegen 14.15 Uhr (hier nennt man diese Zeit viertel drei), direkt vor meinem Haus. Mir fällt auf, daß ich die interessanten Dinge eher zufällig am Wegrand finde.
 


Der Taube war es zu heiß, sie hat sich im Schatten unter der Hecke versteckt. Näher als einen Meter hab ich mich aber nicht rangetraut, um sie nicht aufzuscheuchen.
 


Und der Schmetterling (ein Tagpfauenauge?) suchte die Sonne, spreizte sich, um so viel Wärme als möglich abzubekommen.
 

Direkt vor der Tür. Sozusagen. Direkt vor der Haustür findet sich Schönes, das unspektakulär ist, gewöhnlich erscheint — und bei näherem Nachdenken und Betrachten viel mehr bedeutet. Jedenfalls mehr als das, was den meisten Menschen heute große Sorgen bereitet … Solche schönen Sachen finde ich vor der Haustür.

Und da heißt es immer, Halle wäre häßlich …

P.S.: Nächste Woche zeig ich meine Kameras … alle! Versprochen!

© 2011 - Der Emil

Donnerstag, 21. April 2011

Versteckt - und verziert

Ein Beitrag zu Follygirls «Foto am Donnerstag - 50 -».

Früher, ganz früher, hatte Halle einen funktionierenden Hafen mitten in der Stadt. Zu dem führte sogar ein Extra-Eisenbahnnetz, die Hafenbahn Halle. Mitten in der Stadt findet sich also ein mittlerweile heruntergekommen aussehendes Fleckchen, ein ehemaliges Industriegebiet, die Hafenstraße.

Nebenan und mittendrin ist / war der Sophienhafen (ganz schnell ein paar Suchergebnisse, unter denen sich viele Bilder befinden).

Jedenfalls gibt es eine in diesen alten Industriebauten sehr aktive Vereinsszene, der auch ich irgendwie angehöre (speziell die Rockstation). Auf meinem Weg dorthin entdeckte ich dieses hinter einer hohen Mauer stehende und zusätzlich noch von Bäumen verdeckte Haus:

Ich nehme an, es ist eine Fabrikantenvilla - mehr war von gestern auf heute nicht herauszufinden. Aber es gibt solche Häuser, in verschiedenen Teilen der Stadt.

Und da heißt es immer, Halle wäre häßlich …

© 2011 - Der Emil

Donnerstag, 14. April 2011

Taj Mahal én miniatur?

Ein Beitrag zu Follygirls «Foto am Donnerstag - 49 -».

Diesmal wurde ich vom Ausflug nach Bergen-Belsen angeregt.

Ihre Bilder waren noch etwas "schwieiger" als meines: Die Menschen kennen "Bergen-Belsen" als Begriff und erinnern sich (vielleicht nur vage) an etwas, das nicht zu Schönheit der gezeigten Bilder paßt. Und da war meine Frage wieder: Darf ich das? Darf ich Schönheit zeigen an / von Orten, die vor über 65 Jahren Schauplatz von Greueltaten waren? Etwas ähnliches hatte ich schon überlegt zu einem Grabstein und damit wohl auch zum Thema Tod und Umgang mit dem Tod.

Dagegen ist mein Bild heute sehr einfach:


Große Feierhalle des Südfriedhofes Halle (Saale)

 
Zentraler Bestandteil des Friedhofes ist eine große Friedhofskapelle mit 200 Plätzen, die als Kuppelbau mit einer Gesamthöhe von 25 Metern errichtet wurde. Der Grundriss der Kapelle ist kreuzförmig angelegt. Die Gestaltung als Kuppelbau und der mit Rundbögen ausgestattete Eingang vermitteln der Charakter eines Mausoleums. Die Hauptwege des Friedhofgeländes laufen auf diesen Zentralbau zu.

Quelle: Wikipedia, aber auch dort wird nur zitiert.
 

Wenn man durch das Haupttor tritt, steht dieses Gebäude als Ziel vor einem. Mich erinnert es auch ein wenig an das Taj Mahal - durch die Kuppel bedingt. Manche Besucher gehen tatsächlich erst bis zu diesem Gebäude und wenden sich dann seitlich, um sozusagen zurückzugehen zu den vorderen Grabfeldern. Vor vier oder fünf Jahren erlebte ich diese Halle als zu klein für all die, die den letzten Weg eines stadtbekannten (ehemals) Obdachlosen begleiten wollten.

Das Gebäude steht auf einem Friedhof, doch es beeindruckt mich auch ästhetisch.

Und da heißt es immer, Halle wäre häßlich …

© 2011 - Der Emil